Schema eines Laufwasserkraftwerkes
TEILE EINER WASSERKRAFTANLAGE

1. Wehranlage: Bauwerk innerhalb eines Flusslaufes, welches -
je nach Anlagentyp - einen Rückstau im Fließgewässer verursacht.

2. Wasserfassung: Bauwerk in unmittelbarer Nähe der
Staumauer bzw. der Wehranlage, mit welchem das Wasser entnommen und anschließend in einen Ausleitungskanal übergeben wird.

3. Entsanderbecken: Bauwerk, welches durch die Verringerung
der Fließgeschwindigkeit des anströmenden Wassers den Feststoffanteil desselben reduziert. Dieser setzt sich am Boden
des Entsanders ab.

4. Fischtreppe: Jener Teil der Wasserkraftanlage, welcher es den Fischen ermöglicht, das Hindernis der Wehranlage zu
überwinden. Dies gewährleistet die Fischwanderung, vor allem gegen die Fließrichtung, beispielsweise um die natürlichen Laichhabitate erreichen zu können.

5. Druckrohrleitung: Rohre, normalerweise aus Stahl, Gusseisen oder Beton, welche die Wassermenge von der Druckhaltekammer zur Turbine führen. Durchmesser, Länge und Neigung variieren je nach Wassermenge und Gelände. Rohrstärke und Rohrtyp ändern sich je nach Druck, welchem sie standhalten müssen.

Wehranlage des HYDROS Kraftwerkes Barbian-Waidbruck am Eisack

6. Turbine: Hydraulische Maschine, bestehend aus einem unbeweglichen (Verteilerleitung, Düsen, usw.) und einem beweglichen Bauteil (Turbinenrad). Ersteres steuert und
reguliert den Wasserfluss, das Turbinenrad überträgt die
Bewegungsenergie des Wassers auf die Achse des
Schwungrads. Die drei gängigsten Turbinenarten sind: Francis-, Pelton-, und Kaplan-Turbinen. Der Generator wandelt schließlich
die Rotationsenergie in elektrische Energie um.

7. Wasserrückgabe: Anlagenteil, bestehend aus einem Kanal oder Stollen, welches das von den Turbinen abgearbeitete Wasser mittels eines Auslaufbauwerks wieder in den Flusslauf zurückführt.

8. Elektrisches Verteilernetz: Gesamtheit von Verteiler- und Transportleitungen, welche die von den Kraftwerken produzierte elektrische Energie sammeln und zu den einzelnen Endverbrauchern transportieren.

9. Restwasserstrecke: Abschnitt des Flusslaufes zwischen Wasserfassung und Rückgabe.





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